Und auf einmal

und auf einmal

wandelt sich alles
klart der himmel auf
und der schmerz ist einfach gegangen

die musik spielt
die tänzer/innen wirbeln im kreis
und du atmest tief ein
und aus

weil du weißt
ja
es ist vollbracht
in dieser sekunde

JETZT
kannst du aussteigen aus dem kreislauf
nicht indem du weggehst
sondern indem du dich erhebst

die tücher fallen lässt
den stein wegrollst
den totengeruch abstreifst
und auch den körper
diesen leidigen leidenden

und auferstehst
hinein in diesen neuen leib
in dieses grosse ganze
in dieses unermessliche gehaltensein

….
worauf wartest du noch?

ostern 2016/ruth eberle

Diesen tollen Ostertext samt dem Bild dazu haben wir als Leihgabe von Ruth Eberle bekommen und freuen uns dran. In unserem Kalender ist Platz für drei weitere Beiträge von euch. Habt ihr Lust, auch hier  zu erscheinen? Schreibt uns an unsere Email  euren „neu anfangen“-Text, poetisch, praktisch, prosaisch, wie es euch liegt. Drei suchen wir aus und nehmen sie auf! Wir sind gespannt auf eure Beiträge!

11.4.16

2 Kommentare

  1. Maja Peter · April 11, 2016

    So kraftvoll dieser Text und passend das Bild! Vielen Dank!

    Gefällt mir

  2. Brigitte Russo · April 12, 2016

    Ein wunderbarer Text mit Langzeitwirkung und ein passendes Bild!
    Der grosse Stein der auf dem Weg liegt ist unheimlich schwer. Er versperrt noch die Sicht auf die Zuversicht, auf das unermessliche gehaltensein.

    Gefällt mir

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