Aufleuchten erleben

Manchmal geschieht das Neuanfangen still und leise. Fast unmerklich. Und doch unaufhaltsam. Die Poesie im Neuanfang zu bemerken bedarf Geduld und Ausdauer. Dann lassen sich Aufleuchten und Weiterziehen erkennen.

Wählen Sie auf http://www.esthermathis.com „Mirror (pink)“ und lassen Sie sich verzaubern, wenn Sie gerade genug Gelassenheit dafür haben –

und sonst später am Tag 🙂

4 Kommentare

  1. Ruth Eberle · Mai 9, 2016

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  2. Adelheid Lipp · Mai 9, 2016

    Ist „reifen lassen“ auch ein Aufbruch?
    Für mich könnte es ein Aufbrechen einer starken Gewohnheit sein: nicht mehr gleich reagieren und anpacken zu wollen, sondern lernen zu warten. s. Rilke
    vielen Dank für eure Beiträge!!!
    Adelheid Lipp

    Rainer Maria Rilke

    Man muss den Dingen
    die eigene, stille Entwicklung lassen,
    die tief von Innen kommt
    und durch nichts gedrängt
    oder beschleunigt werden kann;
    alles ist austragen – und dann Gebären…

    Reifen wie der Baum der seine Säfte nicht drängt
    und getrost in den Stürmen
    des Frühlings steht, ohne Angst,
    dass dahinter kein Sommer kommen könnte.
    Er kommt doch.

    Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
    die da sind,
    als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
    so sorglos still und weit..

    Man muss Geduld haben,
    gegen das Ungelöste im Herzen
    und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
    wie verschlossene Stuben
    und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind.

    Es handelt sich darum, alles zu leben.
    Wenn man die Fragen lebt,
    lebt man vielleicht allmählich,
    ohne es zu merken, eines fremden Tages
    in die Antwort hinein

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  3. angelawaeffler · Mai 14, 2016

    Es ist vielleicht eine besonders grosse Herausforderung – für mich mindestens – wann „reifen lassen“ und wann „aufbrechen“ angesagt und nötig ist.
    Wo ist Geduld gefragt, damit sich das Neue entwickeln kann?
    Mir fällt ein, wie ich als Kind den Radieschen in der Anzuchtschale beim Wachsen helfen wollte – meine Ungeduld hat sie behindert und zerstört…
    Und wo ist es richtig, das was ist aufzubrechen, sich davon zu lösen und hinter sich zu lassen?
    Mir fällt ein, dass am Dienstag Kleidersammlung ist und ich den Schrank entrümpeln sollte…
    Meist ist wohl beides nötig – wie im Reifungsprozess einer Schwangerschaft, bis der günstige Moment gekommen ist?

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  4. Anselm Burr · Mai 16, 2016

    VIELEN DANK für diesen ausdauernden Austausch während sieben Wochen.
    ganz besonders habe ich mich über das RILKE-Gedicht gefreut. ich habe es gestern Abend im Pfingst-Gottesdienst in der Wasserkirche gelesen – und es hat dort eine grosse Gemeinde erfreut und sichtlich bewegt. Zahlreiche Teilnehmende haben mich nach dem Gottesdienst um den Text nachgefragt.

    Auf ein anderes Mal!
    Anselm Burr

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