Pfingst-Fest

Wie feiert man eigentlich Pfingsten in der Familie?

Schon Berthold Brecht dichtete: „Pfingsten // sind die Geschenke am geringsten // während Ostern, Geburtstag und Weihnachten // was einbrachten.“ (B. Brecht, Ein Kinderbuch)

Als unsere Kinder klein waren, haben wir vor allen Wind- und Puste-Spiele mit ihnen gespielt:

  • ein Windrad ist leicht gebastelt, in den Wind gehalten und mit dem Atem bewegt, mit dem Finger angetrieben und rennend zum Drehen gebracht
  • rote, gelbe, orange Bänder, in die Zweige einer Weide gehängt, sehen fast wie Feuerflammen aus, wenn der Wind hineinfährt
  • an verregneten Pfingsten haben wir Wattebausch über den Esstisch geblasen, Streichelspiele („Autowaschanlage“, „Gartenarbeit“, „Gewitter“ oder „Dusche“) und das Klötzli-Spiel „Jenga“ gespielt
  • ein bisschen ruhiger ging es zu, wenn Mobiles gebastelt oder Fingerabdrücke zu Figuren wurden
  • ein Fingerspiele wie „Die zwei Tauben“:
„Zwei Tauben sitzen auf einem Dach Beide Zeigefinger liegen an der Tischkante
Die ein fliegt auf Rechte Hand „fliegt“ in die Höhe, dabei wird der Finger in die Faust gesteckt und die Faust in den Schoss gelegt
Die and’re folgt nach. Linke Hand ebenso
Die eine kehrt wieder Rechte Hand „fliegt“ in die Höhe, der Zeigefinger wird wieder ausgestreckt und landet auf der Tischkante
Die and’re lässt sich nieder: Linke Hand ebenso
Sie sitzen und putzen sich das Gefieder.“ Die Zeigefinger rücken eng zusammen, berühren sich und „schnäbeln“.

 

  • Auch ein Bewegungsgebet hat dazugehört (für jedes anwesende Kind sollte eine erwachsene Person anwesend sein – notfalls helfen grössere Kinder aus):
„Bei dir Gott,

ist es wie in einem warmen Nest.

Kind sitzt auf dem Schoss eines Erwachsenen,
Du bist bei uns

und hältst uns fest.

Kind zieht Arme und Beine an, macht sich ganz klein,

die erwachsene Person drückt das Kind fest an sich

Und rüttelt der Sturmwind

mit starkem Druck

am Baum mit dem Nest

und zieht und ruckt,

Die erwachsene Person schaukelt mit Oberkörper und Knien nach rechts und links
Streck ich gemütlich Arme und Beine:

Ich weiss ja: ich bin nicht alleine!

Das Kind streckt sich, breitet Arme und Beine aus
Kein Kind fällt aus Gottes Nest, erwachsene Person lässt das Kind ein wenig zwischen die  Beine nach unten fallen
Weil Gott es nicht fallen lässt! Amen“ Und zieht es mit Schwung wieder auf den Schoss zurück.

 

Und Sie? Wie feiern Sie Pfingsten?

Ein Kommentar

  1. Anita Ochsner · Juni 5, 2017

    Soeben kommen wir aus einer kleinen Abend-Nachtwanderung nach Hause 🙂
    Am Abend klarte es auf, die Wolken verzogen sich, der Himmel hell und blau, die Sonne strahlte ihr glanzvolles Abendlicht in milder Wärme über das Tal. So zogen wir los dem Bauchlauf entgegen und nach einem feinen Nachtessen durch den dunklen Wald hinunterwandernd nach Hause.
    So schliessen wir den Pfingstsonntag ab. 🙂
    Sieben Wochen Pfingstfest .. finde ich eine gute Idee mit diesem Blog. Das Bewegungsgebet gefällt mir.
    Danke Euch. mit Herzlichem Gruss Anita Ochsner.

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