Ohly

Anspruchsvoll entwickelt der deutsche Theologe Lukas Ohly sein Trinitätskonzept (Lukas Ohly, Was Jesus mit uns verbindet. Eine Christologie; Leipzig 2013, S. 24-25). Er schreibt:

„Die Geschichte Jesu ist einerseits die Geschichte Gottes, schneidet sich aber andererseits auch mit unserer Geschichte, weil er ebenso Mensch ist wie wir. Das heisst aber: Durch Jesus werden auch wir ein Teil der Geschichte Gottes. […] Diese Dreigliedrigkeit ist deswegen trinitarisch, weil Gott (1) durch Jesus (2) uns (3) begegnet. Es handelt sich um drei Momente einer Begegnung. Würde man ein Moment wegnehmen, hätte man es nicht mehr mit einer Begegnung zu tun. Ein Begegnung zeichnet sich nämlich dadurch aus, dass

  1. etwas begegnet (Widerfahrenscharakter einer Begegnung),
  2. etwas begegnet (Objektcharakter einer Begegnung)
  3. und beides als Begegnung evident wahrgenommen wird (Erkenntnischarakter der Begegnung, das heisst der bemerkte Charakter für uns).“

Ohly denkt Trinität konsequent als Begegnung. Interessant ist dabei, dass er die ganze Trinität in jeder Begegnung ausmachen kann.

Genügt diese Auslegung der Trinität Ihrer Gottesvorstellung?

Ihrem Bedürfnis, Gott als Gegenüber zu denken?

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