Johanni

Der Tag, der an Johannes den Täufer (http://www.bildindex.de/document/obj07930315 ) erinnert, ist im Jahreskreis genau das Gegenstück zum Heiligabend. An beiden Tagen wird die Geburt eines Kindes gefeiert: von Jesu Geburt erzählt das Weihnachtsfest, an die Geburt Johannes des Täufers erinnert das Johannisfest. Weihnachten wurde von den Kirchenväter auf die Zeit der Wintersonnenwende gelegt, um damit auf die theologische Aussage zu verweisen, dass Jesus das Licht der Welt sei (Joh 8,12), das von nun an sinnenfällig wieder zunimmt. Ebenso bestimmten sie  das Johannifest von zwei Bibelstellen her: in Lk 1,36 wird erzählt, dass Elisabeth, die Mutter von Johannes dem Täufer, im sechsten Monat schwanger war, als der Engel Maria die Geburt ihres Sohnes Jesus ankündigte. Und gemäss Joh 3,30 sagt Johannes von sich und Jesus: „Jener muss grösser werden (wachsen, zunehmen), ich aber geringer.“ Mit dem Abstand von 6 Monaten und dem Lichtsymbol der Sonne passt die Geburt von Johannes theologisch also wunderbar in die Zeit der Sommersonnenwende, wenn von nun an das Licht wieder abnimmt, geringer wird.

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