Paraklet

Nur das Johanneische Schriftwerk verwendet für den Geist Gottes das Wort „Paraklet“, wörtlich „Aufgeforderter“/ „Herbeigerufener“ (Joh 14,16.26; 15,26; 16,7 und 1Joh 2,1). Das Wort stammt eigentlich aus der Gerichtspraxis und meint eine Person, die zur Unterstützung vorgeladen oder zugezogen wird, im Sinne eines Vermittlers, Beistandes oder Fürsprechers. Der Paraklet ist weniger Anwalt vor Gericht als „Zeuge der Verteidigung“, also jemand, der zugunsten eines anderen auftritt.

Damit wird der Paraklet zum Helfer; von Martin Luther als „Tröster“ übersetzt, weist das Wort mehr auf Ermutigung in schwierigen Situationen als auf Trost in Traurigkeit hin. Da Jesus diesen Paraklet dem ersten Kreis von Jüngerinnen und Jüngern an Stelle der eigenen Person, also stellvertretend in Aussicht stellt (siehe Joh 16,7), wird er auch als Stellvertreter Jesu bezeichnet.

Interessanter Weise bezeichnet 1Joh 2,1 Jesus als Paraklet und es wäre aufschlussreich zu ergründen, in welchem der oben genannten Sinnzusammenhänge der Paraklet hier verstanden wird.

In jedem Fall ist die Funktion des Parakleten jedoch, Menschen zu ermutigen, sie aufzurichten und sie bei ihrer – spirituellen – Selbstwerdung zu unterstützen.

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