Bekennen

In der Bibel finden sich prägnante Vorbilder für das Bekennen:

  • Eine wichtige Begegnung, die von Matthäus (Mt 16,13-16), Markus (Mk 8,27-29) und Lukas (Lk 9,18-20) überliefert wird, erzählt von Petrus, der in gewohnt vollmundiger Weise auf die Frage, für wen die Jüngerinnen und Jünger Jesus halten, antworten kann: „Du bist der Christus[…]“. Damit wird Petrus traditionell zum Vorbild des Glaubens und der Textabschnitt wird überschrieben als „Bekenntnis des Petrus“
  • Dass Martha, eine Freundin von Jesus, das gleiche Bekenntnis ausspricht, ist viel weniger bekannt – und warum hat die kirchliche Tradition sie nicht ebenso zum Vorbild des Glaubens erhoben? Dieser Textabschnitt ist überschrieben mit „Auferweckung des Lazarus“, wodurch das wichtige Bekenntnis der Martha unsichtbar wird: „Ja, Herr, jetzt glaube ich, dass du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommt.“ (Joh 11,27)
  • Im Apostolischen Credo (https://www.ekd.de/Apostolisches-Glaubensbekenntnis-10790.htm) sind Menschen eingeladen, in einen uralten, weit verbreiteten Bekenntnistext einzustimmen, der sicher einer je persönlichen und aktuellen Auseinandersetzung und Auslegung bedarf. Gerade darin kann aber Verbindendes liegen, dass alle den selben Text sprechen und ihn für sich selbst mit Be-Deutung und Sinn füllen.

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