Geistesgegenwart

Windhauch, Windhauch
alles wär ein Windhauch
ohne den Geist
der von innen belebt

über den stillen Urwassern
wie mit Vogelschwingen
die Schöpfung erbrütend
ewig weibliche Gottesgespielin
Wie ein Weberschiffchen flinken Flugs
die Fäden hin und her verbindet
so knüpfst du heimlich das grosse Netz
zwischen allen Gotteshungrigen

Sprachengenie der Liebe
Wortschöpferin für das Unaussprechliche
feuertrunken von dir wird jede Zunge bewegt
und das WORT selbst eingefleischt.

Gefunden: www.ref-sg.ch/anzeige/projekt/82/161/pfingsten_gebete_texte_gedichte.doc

Andreas Knapp, Weiter als der Horizont, Echter 2002, 34

 

Ein Kommentar

  1. Gertrud Kümin · Juli 13

    Grüezi, Ihr Lieben alle

    wieder so ein Gedicht, das es nicht lassen kann, Gott zu personalisieren. Wann und wie lerne wir endlich, DIESE Vorstellung loszulassen?
    Viele mögen es ja wunderbar finden, wenn ein Mann Gott feminisiert. Ich schon lange nicht mehr. Ich finde das anbiedernd. JA. So echt patriarchal. Es hängt mir zum Hals heraus. WIRKLICH.
    AMEN . GEIST, Windhauch, DU, weder Mann noch Frau, einfach GEIST.

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